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ARCHIV · AUSGABE 4

Liberalismus und das gute Leben

Herbst 2026 · laufend

Brauchen Liberale eine Idee des guten Lebens? Der Vorwurf der vermeintlich „neutralen Liberalen“ ist eine ideengeschichtliche Kontinuität, die es von Carl Schmitt bis in die postliberale Theorie der Gegenwart geschafft hat. Durch den australischen Philosophen Alexandre Lefebvre ist die Frage über die Notwendigkeit eines liberalen way of life aber auch im innerliberalen Diskurs zurück.

Der Liberalismus lebt von den Liberalen und ihren liberalen Überzeugungen. Doch was abstrakt einleuchtend klingen mag (oder nicht), stellt den Liberalismus vor konkrete Probleme: Wie lässt sich ein gutes liberales Leben bestimmen und wie eine liberale Kultur erschaffen – bottom up oder top down?

Kann der „Cultural Turn“ der Liberalen gelingen, ohne selbst Teil des „illiberalen Backlashs“ zu werden? Gibt es ein menschliches Bedürfnis nach Bedeutung oder Transzendenz und muss der Liberale es bedienen können?

Bereits erschienen
  1. Freie Tugenden Marius Drozdzewski Editorial

    Der Mensch sucht Orientierung. Finden kann er sie bei jenen, die ihm eine Vision des guten Lebens bieten. Politisch waren das in Deutschland und darüber hinaus für die letzten Jahrzehnte vor allem Grüne und Linke. Mit der Neuen Rechten und den Postliberalen folgen jetzt aber auch Angebote von rechts. Sogar staatlich durchgesetzt werden illiberale Visionen des guten Lebens, in Xis China und Orbáns Ungarn etwa. Dass die Konkurrenz sich so erfolgreich des guten Lebens angenommen hat, hat Liberale aufgeschreckt. 16.09.2026 · 6 min Lesezeit

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